Heilung

Am 19.11.2012 hielt Karsten “Storch” Schmelzer einen Vortrag mit anschließender Diskussion über das Thema “Heilung”.

Herr Schmelzer ist Pastor bei den “Jesus Freaks” und machte auf mich einen sehr ehrlichen, authentischen Eindruck.

Hier mein Protokoll:

Drei wichtige Ausgangspunkte

  1. Gott will (immer) heilen

  • “Dispensatiolnalismus” bedeutet, dass Gott in unterschiedlichen Zeitaltern unterschiedlich wirkte. Demnach würde Gott heute nicht mehr heilen.
  • Es gibt aber zu viele unerklärliche Heilungen, als dass man erkennen könnte, dass Gottes Heilungswirken aufgehört hätte.
  • Im Beispiel von Joh. 7,3 wurde der Kranke dort gesund, damit Gott verherrlicht wurde.
  • Wir meinen immer, wenn ein Gebet nicht erhört wird, dass wir lauter und heftiger beten müssten und das Gott schwerhörig sei.
  • Das was Gott unter “gut” versteht, dürfte mit dem übereinstimmen, was wir als “gut” verstehen.

2. Methodik ist zweitrangig

  • Bestimmte Gebetsformeln, Lobpreismusik, fasten,… sind evtl. manipulativ, aber vor Gott egal.
  • Was bei dem einen funktioniert, muss nicht beim anderen funktionieren.
  • Heilung ist meistens unspektakulär.
  • Wichtig ist eine Beziehung zu Jesus.

3. Jede(r) lebt mit Enttäuschungen

  • Nicht jedes Gebrechen wird geheilt.
  • Selbst in Gemeinden wo viel Heilung und Wunder passieren, bleiben einige krank.
  • Andererseits werden viele Menschen gesund, die von Ärzten für totkrank oder schwerbehindert erklärt wurden.
  • Mit Enttäuschungen klar zu kommen ist eine Kernkompetenz des Lebens und des Glaubens.
  • “Ich will nicht etwas Gutes sein lassen, also passiv bleiben, bloß weil ich enttäuscht bin.”
  • Voraussetzung für übernatürliche Heilung ist ein Mindestmaß an Offenheit.
  • Gesundheit ist nicht das Wichtigste.
  • Es macht Sinn in einer Gruppe zu beten.

Die drei Säulen des “Übernatürlichen Heilungsdienstes”:

 1. Glaube

  • Jesus sagt:”Wir sind das Licht der Welt!”
  • Jesus sagt:”Dein Glaube hat dich geheilt.”
  • Aber, wenn die Heilung nicht eintritt, liegt es nicht zwangsläufig am mangelndem Glauben.
  • (Nicht-)Heilung ist nicht Monokausal

2. Reich Gottes

  • Wir leben in einer sündigen (von Gott getrennten) Welt. (Siehe auch Theodizee)
  • Man kann Gottes Willen nicht am Zustand der Welt ablesen.
  • “Wenn es Gott nicht gäbe, wäre die Welt in einem noch schlimmeren Zustand. Da sie es aber nicht ist, gibt es Gott.” 😉
  • Gottes Reich und unsere Welt sind zwei unterschiedliche Systeme, die aber teilweise ineinander greifen.
  • Jesus sagt “Arme wird es immer geben.”
  • Unser Auftrag ist es, Gottes Reich in diese Welt zu bringen.
  • Gott liebt jeden, auch die Kranken.

3. Barmherzigkeit

  • Oft wünscht man sich Heilung aus Mitleid, also weil man selber leidet.
  • Was ist die Motivation der Heilung? Will ich mich selber oder Gott beweisen?
  • Wie gehe ich mit nervigen Leidenden um?
  • Es muss auch in der Gemeinde möglich sein, immer krank zu bleiben.
  • Der Kranke darf nicht “auf der falschen Seite stehen”, auf dem Präsentierteller.

Sonstige Statements:

  • Die höchste Form der Heilung ist, gar nicht erst Krank zu werden. Wir sollten viel dankbarer sein.
  • Storch: “Ich wäre extrem skeptisch, wenn jemand behauptet, er wäre christlicher Heiler und will dann Geld dafür haben.”
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