Greensniper XI – Systemwechsel

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Im letzten Teil (“Die Suche nach dem Bösen“) wurde Greensniper empfohlen sich etwas zu wünschen. Das tut er nun, er wünscht sich eine neue Weltordnung. Aber wie soll diese Aussehen? Jeder (vor allem am Stammtisch) hat da so seine Ideen. Aber diese Ideen sind oft sehr einseitig, nur auf die eigene Sichtweise bezogen und blenden viele Themen aus, die andere betreffen. Wollte man diese Themen durchsetzen ginge das nur mit einer Revolution und einer anschließenden Alleinherrschaft. Aber spätestens dann wird man mit den Realitäten konfrontiert, die man zuvor ignorierte.
Eine Regierung ist letztendlich ein System, wie z.B. auch Ökosysteme, Projektarbeiten, Maschinen, Astronomie,…
Alle Systeme besitzen Randbedingungen, Prozesse (Spielregeln, Gesetze), Abhängigkeiten zu anderen Systemen und meistens auch Ressourcenverbrauch (Entropiezunahme). Sie sind nicht deterministisch (also “unscharf”) und daher nicht genau berechen- und vorhersehbar (einer der Gründe, warum ich gegen Atomkraft bin, das aber nur am Rande).
Versucht man Systeme zu entfernen, verschlimmert man aber die Situation, denn die Randsysteme reagieren und nehmen den Raum ein. Neue Systeme entstehen, die keiner vorhergeplant hat.
Will man Systeme ersetzen, scheitert das meistens an der fraktalen Außengrenze des Systems. Die Abhängigkeiten müssten akribisch bis ins allerletzte Detail geplant werden, was alleine schon daran scheitert, dass sich Systeme ständig verändern.
Beispiel:
Wenn ein Land die Regierung stürzt, dann entsteht ein Machtvakuum. Viele versuchen nun dieses Vakuum zu füllen und eigene Begehrlichkeiten zu befriedigen. Die meisten aber leiden unter den Auswirkungen der nun entstehenden Anarchie (was eine Anhäufung von vielen kleinen Systemen ist). So kommt es zu Korruption, Zusammenbruch der Wirtschaft, Verfall der Infrastruktur, Gewalt und Hunger. Anarchie ist in der Regel schlechter, als die Herrschaft eines Diktators.
Der Appell dieses Comics ist daher die Vernunft walten zu lassen und sich mit einem System wie der Demokratie zufrieden zu geben, denn ich kenne kein besseres. Was nicht heißt, dass man innerhalb der Demokratie nichts verändern sollte. Wer etwas verändern will, muss die Mittel dieses Systems nutzen und z.B. Chef oder Politiker werden (oder die Politiker wählen, die einen am besten vertreten). Oder man finanziert mit seinem Kaufverhalten die “Guten”.
Auch sollte man nicht resignieren, denn in unserer Welt verschwinden und entstehen ständig neue Systeme.

In der Fortsetzung “Greensniper XII – Ambivalenz” geht es um die Sichtweisen und scheinbaren Gegensätzen von Systemen.

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2 Responses to Greensniper XI – Systemwechsel

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