Gottes Würfel

“Der alte Herr Würfelt nicht” sagte dereinst Albert Einstein. Er meinte damit, dass die Ergebnisse seiner Experimente von etwas beeinflußt werden, was zur Zeit noch nicht erforscht ist. Es müsste irgendwas Verstecktes geben, was wir halt nur noch nicht gefunden haben. Er glaubte nicht daran, dass etwas prinzipiell nicht Erfahrbares von außerhalb von Raum und Zeit unsere Materie beeinflußt. Das würde unser gesamtes Verständnis von diesem Universum über den Haufen werfen. Dass dem aber so ist zeigen das EPR-Paradoxon-Experiment und die Bell’schen Ungleichungen.

Worum geht es dabei?  Um es vorweg zu nehmen, dieses relativ leicht nachvollziehbare Experiment läßt nur folgende Schlüsse zu:

  • Entweder es gibt keine Realität (also etwas ist wirklich vorhanden)
  • oder es gibt keine Lokalität (also der Ort ist eindeutig mit Koordinaten anzeigbar)
  • oder beides nicht
  • Oder unsere Logik ist falsch

Die Experimente dazu sind im Prinzip recht einfach, bedürfen aber etwas Fachwissen. Ich will es hier kurz erklären, möchte aber auf so schwierige Begriffe wie “Polarisierung”, “Photonen”,… verzichten und wähle stattdessen folgendes Bild:

Stellt euch vor Ihr seid auf einer Party. Dort gibt es Frauen (w) und Männer (-w) , Französich sprechende (f) und nicht französich sprechende (-f) und welche mit Auto (a) und welche ohne (-a).

Nun gilt folgende Ungleichung:

Anzahl der französich sprechenden Autobesitzer =< Anzahl der Französisch sprechenden Frauen + Anzahl der Auto besitzenden Männer

n(wa)    n(wf ) + n(a,¬f )

Is’ so! Spielt es mal durch, ändert die Personen oder glaubt es einfach.  Hier gibt es einleuchtendere Bildchen.

Das ist Logik. Wenn die nicht mehr gilt, was gilt dann noch in unserem Weltverständnis?

So, aber genau diese Logik wird bei Quantenexperimenten gebrochen. Dort ist 5 < 4. Und das erfordert eben, dass unsere Welt im kleinen entweder nicht real ist (also der Partybesucher ist weder Mann noch Frau, bis man ihn fragt) oder nicht lokal ist (also der Partybesucher ist gar nicht da, bis man ihn fragt) oder beides gleichzeitig. Wenn aber etwas nicht real und/oder lokal ist, ist es nicht innerhalb von Raum und Zeit.

Und weil das eben surreal klingt (was es ja auch ist), bzw. scheinbar nur im Kleinen passiert, will das keiner wahr haben. Aber genau diese Effekte wirken immer dann, wenn etwas auf der Kippe steht, etwas instabil ist. Und lebende Organismen sind instabil, deswegen müssen wir ja auch ständig Energie hinzufügen (essen). Je komplexer und chaotischer das System (z.B. unser Gehirn) ist, um so anfälliger ist es für diese Quanten-“Wirk”-lichkeit.

Siehe auch: Die geistige Welt: Realität vs. Wirklichkeit

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