Dualismus

Die hier unten aufgeführte dualistische Weltanschauung hat sich bei mir mitlerweile leicht verändert und ich habe sie dem “Pluralismus” “geopfert”.
Dennoch haben diese Früchte der Erkenntnisse nach wie vor ihre Richtigkeit und ich möchte sie euch nicht vorenthalten:

Wir erfahren die Welt mit unseren Sinnen und Meßgeräten. Unser Gehirn macht daraus ein alltagstaugliches Abbild – und Fehler.

Aber auch die Weltanschauung ändert sich stetig. Unsere Schulbildung hängt dem Stand der Forschung locker hundert Jahre hinterher.

Oder wußtest du etwa, dass stand heutigen Wissens:

  • … die Welt am Anfang und im Kleinen nicht kausal (bzw. logisch) ist. (S.a.: Bellsche Ungleichungen).
  • … etwas “Informelles/Geistiges” “Materie” “geschehen” läßt. (Materie “besteht” aus “Beziehungen”). (Teilchenphysiker Prof. Hans-Peter Dürr)
  • … Materie nicht da ist, solange sie nicht wechselwirkt (beobachtet wird). (Doppelspaltexperiment)
  • … die Welt ohne einen subjektiven Beobachter nicht erklärbar ist (z.B. was ist Gegenwart? ).

Die Konsequenzen daraus sind gravierend:

  • Es existiert etwas “Informelles”, unsere Welt beeinflussendes, außerhalb der von Newton definierten Raum und Zeit.
  • Ein “Geist (Seele)” könnte grundlegenderer Natur sein, als der Körper.
  • Begriffe wie “Liebe”, “Schuld”, “Sinn”, “Hoffnung”, “Grundvertrauen”,”(Verantwortungs-)Bewußtsein”… sind nicht nur Erfahrungs-, Gen- und Chemiecocktails, sondern könnten genau so elementar sein wie z.B. “Gravitation”. Diese Begriffe kommen letztendlich auch ohne Materie aus, aber nicht ohne eine “Seele”.
  • Das Gehirn könnte eine Schnittstelle zwischen der “realen” und der “sinnlichen/informellen” Welt sein.
  • Träume erhalten eine neue “Realität”
  • Tod bedeutet nur Zerfall des Körpers, die Seele könnte weiter leben

Das klingt für “aufgeklärte” Ohren sehr spacy bzw. esoterisch – aber schaut euch mal einige sehr verrückt wirkende Experimente der Quantenphysik an – Sie ermöglichen tatsächlich diese Denkweise (Die geistige Welt: Realität vs. Wirklichkeit).
Wenn man dann bedenkt, dass fast alle nichtwestlichen Kulturen dass eh schon “wussten”, sollten wir dass doch mal ernsthaft in Betracht ziehen.

Doch die meisten von uns denken immer noch wie Newton zu mechanistisch, mit fatalen Folgen (“Alles ist machbar, wenn man nur alles berücksichtigt”). Aber die Welt tickt nicht in Zahnrädern sondern schliert in Wirbeln. Jedes Projekt hat eine fraktale Oberfläche, durch die neue Situationen und Fehler entstehen.

Materialismus, Determinsmus, Atheismus, Nihilismus und Humanismus erklären die Welt, indem sie postulieren, dass alles nur aus Materie besteht.

Aber diese Weltanschauungen haben mehrere Haken:

  • Sie sind letztendlich unlogisch:

Wir existieren, weil es nach stand heutiger Erkenntnis einen “Urknall” gab, aus dem alles entstand. Wie es zu diesem Urknall kam, kann nicht ohne etwas “außerweltliches” bzw. unwissenschaftliches zu postullieren geklärt werden. Die Ursache ist damit grundlos, was aber ein Widerspruch mit der Logik ist, auf der aber die Hypothesen aufbauen.

  • Sie sind letztendlich unwissenschaftlich:

Der Urknall selber ist eine Singularität (Ausdehnung=0, Druck = Unenendlich), die damit unphysikalisch ist. Auch hier wird irgendwas postuliert um diese Situation zu vermeiden.

  • Sie sind unwahrscheinlich:

Unser Universum ist extrem empfindlich und so fein abgestimmt, dass Menschen leben können. Nun gibt es das anthropologische Argument, dass wir Menschen nur dann über diese Welt nachdenken können, wenn die Welt so ist, dass wir drüber nachdenken können (Auf dem Mars fragt sich ja auch keiner, warum er nicht existiert). Das erklärt aber nicht die Frage, warum unser Universum so geschaffen wurde, wie es ist.
Nun wird postuliert, dass es viele Universen (Mulitversum) geben könnte und wir halt in einem Leben, das Leben ermöglicht. Aber unser Universum ist (laut folgendem Artikel) 10 hoch 1o hoch 123 mal spezieller als es sein müsste. (http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/bdw/tid-8337/entropie_aid_230081.html). D.h. warum leben wir in einer fast unendlich “saubereren” Welt, als dies nötig wäre?
Warum glauben wir nicht an so was schwachsinniges aber fast unendlich wahrscheinlicheres wie das Bolzmann Gehirn?

  • Der Determinismus ist wiederlegt:

Einen Beweiß, dass unsere Welt nicht determiniert ist, liefert die Quantenphysik. Es entstehen und vergehen spontan Teilchen oder Eigenschaften (S.a.: Bellsche Ungleichungen). Der Grund für die Entscheidung eines Quantenteilchens liegt außerhalb von Raum und Zeit.

  • Sie sind unvollständig:

So werden z. B. in der Chemie, die ja auf der Physik basiert, die Phasen der Wahrscheinlichkeitswellen nicht berücksichtigt. Ein Elektron ist eben mehr als nur eine Wahrscheinlichkeitswolke (Kalottenmodell) . Es hat eine Phasenbeziehung zu anderen Elektronen. Der Unterschied ist vergleichbar zwischen dem eines Photos und eines Hologramms.

  • Sie entsprechen nicht unseren Erfahrungen:

Laut diesen Ideologien gäbe es weder Geist (weil der nur eine art Software im Gehirn sei) noch Gott. Musik wird als pure Schwingunggssammlung, Liebe und Schönheit als blose Hormonausschüttung abgetan. Dies stimmt nur zum Teil und ist ein ignorieren alltäglicher geistiger Erfahrungen.
Imanuel Kant (18. Jahrhundert) sagte schon sinngemäß, dass die Wissenschaft nur erklären kann, was innerhalb von Raum und Zeit, die Wahrheit aber größer ist. Wir werden nicht in Raum und Zeit geboren, sondern wir bestimmen die Außenwelt.

Fazit:

Der Materialismus kommt ohne Postulate nicht aus, ist unlogisch und teilweise unwissenschaftlich. Der Determismus  ist widerlegt. Es wird nie eine Weltformel gefunden werden, wenn nicht eine geistige Komponente (Transzendenz) mit hinzugefügt wird.

Ich habe lange nur an diese materialistische Welt geglaubt, weil sie mir von Kind an eingetrichtert wurde. (Der Materialismus ist übrigens hervorragend mit dem Kommerz vereinbar und wird massiv propagiert.) Aber ich habe Jahrzehnte nachgeforscht und bin sehr glücklich etwas widerlegen zu können, was mir nie gefallen hat. Denn die Konsequenz wäre diese hier: http://1000mal.wordpress.com/2011/06/21/45-das-aggressive-gesicht-des-humanismus-in-12-schritten-dargelegt/

Unser Verständnisproblem mit den Eigenschaften der geistigen Komponente ist: Sie entziehen sich der Wissenschaft. Den Sprung zu dieser Transzendenz/Metaphysik können wir mit Wissen nicht erreichen, sondern nur mit Glauben. D.h. ab hier verlasse ich den Boden der Pyhsik und Philosophie und stelle mein persönliches Glaubensbild dar:

 Quelle: – Holzschnitt aus Camille Flammarions L’Atmosphere (1888)

“Im Traum wird das Bewußtsein unscharf und tunnelt zeit-, grund- und folgenlos von Welt zu Welt. Genau wie ein Elektron.” (Achim Mertens)

Im folgendem Bild versuche ich den Dualismus von Materie und Geist darzustellen:

In unserer Realität bedingen und beinflussen Geist und Materie einander. Schwarz kann nicht ohne Weiß sein und umgekehrt.  Die Träume, Gefühle und Bewußtsein, also das Geistige, füllen den “Zwischenraum” der Materie, insbesonderer unserer Synapsen.
Der Materialist sieht in diesem Bild nur das Gehirn und die Synapsen. Der Idealist sieht nur die geistigen Zwischenräume. Der “Weise” erkennt Materie und Geist, dringt aber nicht bis zu Gott durch.
Gott ist aber mehr als Geist. Zu ihm gelangen wir meines Erachtens durch Jesus bzw. seinem Vertreter, dem heiligen Geist (Gott-Mensch-Interface).

Ich habe darüber mal eine (meine erste) Predigt gehalten: Glaube_vs_Wissenschaft

Oder als Audio-Predigt (gehalten am 9.12.2012) aus Jülich

PS: Auch ich glaube, das die Welt seit mehr als 6000 Jahren besteht und das das Universum und auch die Tiere eine Evolution durchgemacht haben. Aber es gab m. E. jemanden, der daran mit gebaut hat. Es spricht vieles dafür.

Weiterführende Links:

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