Greensniper XIV – Die Werkzeuge der Wahrheiten

Im letzten Comic “Greensniper XIII – Das neue Reich” hat Greensniper gelernt, dass man am neuen Reich selber Hand anlegen muss. Hier geht es nun weiter:
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Was Realität und Wahrheit sein mögen, wurde schon von vielen Philosophen diskutiert. Hier sind einmal 7 Werkzeuge aufgelistet, die man benutzen kann, um im Alltag der “Wahrheit” ein bisschen näher zu kommen.

Die Karte der Realitäten ist der philosophische Ansatz, der definiert, was ein Objekt eigentlich (nicht) ist.

Der Kompass der Wahrheiten steht für die Auswahl der Perspektiven. Sie sind immer kontextbezogen. Je nach Standpunkt sieht eine Wahrheit damit ganz anders aus. Die Kunst einer Diskussion ist somit das Zuhören und in den Kontext des anderen hinein zu denken, um dessen Sicht der Dinge verstehen zu können. Klingt trivial, ist aber in den meisten Fällen sehr schwierig.

Die Karte der Bedeutungen zeigt die sicht-/fühlbaren Situationen, in denen ein Mensch immer steckt. Die meisten davon nimmt er gar nicht wahr (wie z.B. das Verdauungssystem oder sein Kontostand). Nur dann wenn dass System “aufdringlich” wird (z.B. Magenknurren oder teure Rechnung), steigt es in der Bedeutung.
Würde man versuchen die 100 wichtigsten Situationen, in denen man steckt aufzuschreiben, würde man wahrscheinlich schnell sehr dankbar werden, welche davon alle unauffällig und gut funktionieren. Leider konzentrieren wir uns meisten auf die negativen Situationen.

Das “Auge der Wahrnehmung” steht für die Sinnesorgane und Messinstrumente, mit denen wir die Realität “wahr nehmen”. Wir erschaffen damit in Abhängigkeit dieser Messmethoden unsere Wirklichkeit. Wir erfahren nur die Eigenschaften der Objekte, die wir gemessen bzw. erfühlt haben. Somit ist unser Gehirn “maß-geblich” an der Realität beteiligt.

Der “Ausschnitt der Wahrheit” ist der Fokus auf eine Eigenschaft. Hierbei ist zu beachten, dass es dabei schnell auch zu Fehlinterpretationen kommen kann.

Der “Korb der Erinnerungen” steht für unser Wissen. 99% unseres Schul- und Politikwissens haben wir von anderen. Vieles davon ist nur zum Teil oder falsch verstanden worden und das meiste haben wir eh wieder vergessen.

Das “Mosaik der Deutung” steht für die Mustererkennung. Wir bauen unsere eigenen Thesen aus den Erfahrungen, die wir mit der Umwelt machen. Da wir dies selten mit wissenschaftlichen Methoden tun und unser Gehirn auf bestimmte Muster trainiert ist, kommt es hierbei häufig zu Fehldeutungen bis hin zu Verschwörungsmythen (insbesondere, wenn man ängstlich ist und hinter allem etwas Böses vermutet).

Das Schlimme daran ist, dass wir Menschen oft nicht in der Lage sind, unsere eigene Denkebene zu verlassen und nur die eigene Sichtweise auf die Dinge als die einzig mögliche Wahrheit halten. Wir ignorieren unseren begrenzten Verstand. Wenn dies auch noch mit Angst und hoher Bedeutung gepaart wird, sind wir bereit anderen Menschen Leid zuzufügen um die Situation zu ändern.

GGf. wird das Thema mit diesem PDF etwas deutlicher:

Realitat

Oder hier als Prezi-Präsentation.

Im nächsten Comic (Grenzenlose Grenzüberschreitungen) erfährt Greensniper, welche anderen Welten es noch gibt…

 

One Response to Greensniper XIV – Die Werkzeuge der Wahrheiten

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